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7. Brasilianisches Filmfestival
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Liebe Cinebrasil Freunde,

Diesen Herbst steigt zum nun siebten Mal das brasilianische Filmfestival CINEBRASIL.

... zu den FILMTRAILERN

Aus diesem Anlass möchte ich mich sehr herzlich für die Unterstützung bedanken, mit der Sie unserem Filmfestival geholfen haben, zu wachsen.

Wie im letzten Jahr, sind wir wieder auf Tournee. Die Tour beginnt am 25. September in Saarbrücken und wird in den folgenden Monaten in 18 deutschen Städten zu sehen sein.

Dieses Jahr findet das Festival nicht, wie gewohnt, im Herbst in Berlin statt, sondern erst im März 2012. Der Grund dafür ist ein brasilianisches Filmfestival, das im November im Haus der Kulturen der Welt organisiert wird.

Um dem brasilianischen Film ein möglichst großes Publikum zu ermöglichen, habe ich mich entschlossen, das Festival auf März zu verschieben.

Ich hoffe Sie dann, von der Berlinale erholt, wieder begrüßen zu dürfen.

Bis dahin, beste Grüße,
Sidney Martins

 

Filmbeschreibungen

Broder |

Pro Dia Nascer Feliz | Für einen glücklichen Tag
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O sol do meio dia | Mittagssonne
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Mutum
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5 x Favela, Agora Por Nós Mesmos

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Bróder

Brasilien 2010 | 92 min.

Regie: Jeferson De
Drehbuch: Jeferson De, Newton Cannito
Darsteller: Caio Blat, Jonathan Haagensen, Silvio Guindane, Zezé Motta, Cintia Rosa, Ailton Garcia, Cassia Kiss Cássia Kiss

Macu lebt als einziger noch immer in der Favela und ist in kriminelle Drogengeschäfte verwickelt, während Jaiminho in Europa ein Fußballstar und Pibe Vater geworden ist. Sie erneuern ihre Freundschaftsschwüre, aber Macu wird von seinen Schuldeneintreibern heimgesucht und zu einer Entführung gezwungen, die die Freundschaft auf eine harte Probe stellt. Vor dem Hintergrund einer typisch brasilianischen Geburtstagsfeier mit Freunden und Feijoada zeigt Jeferson De wie das kriminelle Drogengeschäft seine Opfer fordert.

Website: http://broderofilme.com.br

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Festivals und Preise

Bester Film – Gramado In´t Film Festival 2010

Beste Regie – Gramado Int´l Film Festival 2010

Bester Schauspieler – Gramado Int´l Film Festival 2010

Bester Film, Preis der Kritiker – Paulinia Film Festival 2010

Beste Kamera – Paulinia Film Festival 2010

Offizielle Auswahl Berlinale 2010

 

Der Regisseur Jeferson De

Jefersen De ist ein Filmemacher, der 1969 in São Paolo geboren wurde und an der Universität von São Paulo Film studierte. Für seine Forschungsarbeit “Diretores Cinematográficos Negros Brasileiros” (Afro-brasilianische Filmregisseure) erhielt er ein Stipendium der FAPESP (Stiftung für Forschungsförderung des Bundesstaats São Paulo).

Jeferson De ist Verfechter der „causa negra“ (dem brasilianischen Pendant zum „Black Power Movement“) im brasilianischen Kino. Im Jahr 2000 veröffentlichte er während des Festival Internacional de Curtas (Internationales Kurzfilm-Festival) in São Paulo sein Manifest „Dogma Feijoada“, eine historische Analyse über die Filmproduktion der Afro-Brasilianer. Daraus entstanden später die Bücher „Dogma Feijoada“ und „Cinema Negro Brasileiro“ (das Brasilianische Kino der Schwarzen).

Er drehte vier Kurzfilme und arbeitete in der Postproduktion für Fernsehkanäle wie MTV oder SBT. Außerdem war er als Regieassistent beim Kurzfilm  „Náufrago" (von Almícar Claro) sowie den Spielfilmen „Memórias Póstumas“ (von André Klotzel), „Fé“ (von Ricardo Dias) und  „Kenoma“ (von Eliane Caffé) tätig.

2004 gründete er die Produktionsfirma Barraco Forte, die unter anderem Reportagen und Spielfilme fürs Fernsehen produziert.

Sein im selben Jahr gedrehter Kurzfilm „Carolina“ gewann auf dem Filmfestival von Gramado den Preis für den besten Kurzfilm und den Preis der Kritiker.

Bróder ist sein erster Spielfilm. Das Drehbuch wurde für den Drehbuchworkshop in Sundance ausgewählt. Beim Festival von Paulínia erhielt der Film den Preis der Kritiker, Preise für die beste Ausstattung, für Ton und Kamera.

Filmographie:

Bróder (2010) - Spielfilm

Narciso Rap (2004) – Kurzfilm

Carolina (2003) – Kurzfilm

Distraída para a morte (2001) – Kurzfilm

Gênesis 22 (1999) – Kurzfilm

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Pro dia nascer feliz
Für einen glücklichen Tag


Dokumentarfilm, Brasilien 2005, 88 min.

Regie: João Jardim
Produktion: Flávio R. Tambellini & João Jardim
Kamera: Gustavo Hadba
Soundtrack: Dado Villa-Lobos

Dieser Dokumentarfilm über das brasilianische Schulsystem beschreibt Situationen, die sowohl arme als auch reiche Jugendliche zwischen 14 und 17 bewältigen müssen: soziale Missstände, Vorurteile, Gewalt und Hoffnung. Jugendliche aus Schulen der Vorstädte São Paulos, Rio de Janeiros und Pernambucos sowie aus zwei renommierten Privatschulen in Rio und São Paulo sprechen über ihre Ängste, Hoffnungen und Konflikte. Der Dokumentarfilm erschütterte Schüler und Erzieher im ganzen Land und zeigt zudem, wie das Bildungswesen die Heranwachsenden und eine ganze Nation prägt.

 

Festivals und Preise

Spezialpreis der Jury des 10. Filmfestival in Pernambuco

Festival de Gramado 2006

 

Der Regisseur: João Jardim

João Jardim ist Regisseur, Schriftsteller und Produzent. Er wurde in Rio de Janeiro geboren, studierte in New York und arbeitete dann als Regie-Assistent, z.B. mit Paul Mazursky, Murilo Salles oder Carlos Diegues. Außerdem schnitt er Musikfilme für Fernsehproduktionen, u.a. entstanden Filme über Marisa Monte oder Gaetano Veloso.

Sein erster Langspielfilm Janela da alma, der unter Mitarbeit des Fotografen Walter Carvalho entstand, gewann nicht nur in Gramado den Preis für den besten Nachwuchsregisseur, sondern in ganz Brasilien mehrere Preise für den besten Dokumentarfilm.

2005 beendete er seinen Dokumentarfilm Pro dia nascer feliz, ein Film, der das Thema der schulischen Bildung in verschiedenen Regionen Brasiliens erörtert. Er gewann den Spezialpreis der Jury des 10. Filmfestivals in Pernambuco und wurde 2006 für das Festival in Gramado nominiert.

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O sol do meio dia
Mittagssonne

Brasilien 2009 | 106 min.

Regie: Eliane Caffé
Drehbuch: Luiz Alberto und Eliane Caffé
Produktion: Van Fresnot
Darsteller: Luiz Carlos Vasconcelos, Chico Diaz, Cláudia Assunção, Ary Fontoura

Artur (Luiz Carlos Vasconcelos) bricht aus den Tiefen des brasilianischen Hinterlandes auf, um Erlösung von den Geistern zu suchen, die ihn nach dem tragischen Ausgang einer Tat aus Leidenschaft verfolgen. Auf der Reise lernt er den Bootsbesitzer Matuim (Chico Diaz) kennen, dessen direkte und anarchische Art in scharfem Gegensatz zu seiner Introvertiertheit steht. Sie tun sich spontan für eine Bootsreise zusammen, wobei eine Freundschaft voller spannungsvoller und komischer Situationen entsteht. Als die Reise abrupt endet, sind die beiden gezwungen, zu Fuß weiter zu laufen. Hier treffen sie auf Ciara (Cláudia Assunção), die sich, ebenfalls ihrem Schicksal entfliehend, Richtung Belém aufgemacht hat. Die Wege der drei finden in einer Dreiecks-Liebesbeziehung zusammen, wobei die Geheimnisse und Konflikte jedes Einzelnen an die Oberfläche treten.

Vor dem Hintergrund einer großartigen Landschaft zeichnet die Regisseurin die Porträts dreier Menschen, die mit ihrer ländlichen Herkunft brechen und alle Hoffnung auf einen Neuanfang in den anonymen Räumen der Großstadt setzen. Dies gestaltet sich schwieriger als erhofft, denn die Liebesbeziehung der drei weckt die alten Geister des Verbrechens…


FESTIVALS UND PREISE

GRANDE PRÊMIO DO CINEMA BRASILEIRO 2011: Bester Schauspieler: Chico Diaz

FESTIVAL DO RIO 2009: Bester Schauspieler: Chico Diaz und Luiz Carlos Vasconcelos

MOSTRA INTERNACIONAL DE SÃO PAULO 2009: Preis der Kritiker für den besten brasilianischen Film


DIE REGISSEURIN ELIANE CAFFÉ

Die Filmemacherin Eliane Caffé wurde 1961 in São Paolo geboren. Sie ist eine zeitgenössische Vertreterin des brasilianischen Autorenkinos, die eine charakteristische und starke Filmsprache entwickelt hat. Mit ihrem Dramaturgen Luiz Alberto de Abreu beschäftigt sie sich vor allem mit Charakteren und Geschichten aus dem brasilianischen Hinterland. Ihr erster Spielfilm Kenoma (1998) spielte in Minas Gerais und ihr zweiter Film Narradores de Javé (2003) in Bahia. In ihrem dritten Spielfilm „O Sol do Meio Dia“ begibt sie sich in den tiefsten Amazonas. Der Film gilt als eine der besten brasilianischen Filmproduktionen aus dem Jahr 2010. Insbesondere die natürliche Darstellung der Charaktere wurde gelobt, die aus vielen Improvisationen und einer ständigen Überarbeitung des Drehbuchs entstanden sind. Die schauspielerische Leistungen von den Schauspielern Chico Diaz und Josè Carlos Vasconcelos wurden mehrfach ausgezeichnet.

Caffés Arbeiten wurden international prämiert, z.B. in Fribourg (Schweiz), Quebec (Kanada), Brüssel (Belgien), Biarritz (Frankreich) und Gava (Spanien).


Filmographie:

2009 - O Sol do Meio Dia

2003 - Narradores de Javé

1998 - Kenoma

1995 - Caligrama (Kurzfilm)

1990 - Arabesco (Kurzfilm)

1987 - O nariz (Kurzfilm)

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Mutum

Brasilien/Frankreich 2007 | 95min.

Regie Sandra Kogut
Drehbuch Rosa Ana Luiza Martins Costa und Sandra Kogut nach "Campo Geral" von João Guimarães
Produktion Tambellini Filmes, Gloria Filmes
Darsteller: Bernardo Marinho , Antônio Calloni , Carolina Ferraz , Giulia Gam

Mutum heißt stumm. Mutum ist ein schwarzer Vogel, der nur in der Nacht singt. Mutum ist auch der Name einer abgeschiedenen Region im brasilianischen Hinterland von Minas Gerais, wo Thiago mit seiner Familie lebt. Thiago ist zehn Jahre alt und etwas anders als die anderen. Wir sehen die verworrene Welt der Erwachsenen durch seine Augen – eine Welt der Betrügereien, der Gewalt und des Schweigens. An der Seite seines Bruders und einzigen Freunds Felipe, lernt Thiago diese Welt kennen und muss sich gleichzeitig damit abfinden, dass er sie bald verlassen wird...

Website: www.mutumofilme.com.br

Festivals und PreiseCANNES 2007: Abschlussfilm der 39. Quinzaine des Réalisateurs

Toronto International Film Festival: Offizielle Auswahl 2007

London International Film Festival: Offizielle Auswahl 2007

Festival do Rio 2007: Bester Film

Festival de Biarritz, Frankreich 2007

Pusan International Film Festival - Korea: Wettbewerb 2007

Festival Internacional de Bogota: Offizielle Auswahl 2007

Kiev International Film Festival: Offizielle Auswahl 2007

 

Die Regisseurin: Sandra Kogut

wurde 1965 in Rio de Janeiro, Brasilien, geboren und lebt heute in den USA. In Rio de Janeiro studierte sie Philosophie und Kommunikationswissenschaften. Sie ist eine der bekanntesten und profiliertesten Filmemacherinnen Lateinamerikas. Seit 1986 dreht sie zahlreiche preisgekrönte Filme und Videos. Im Jahr 2007 realisierte sie ihr international ausgezeichnetes Spielfilmdebüt MUTUM.

Der Debütfilm gewann 25 Preise, unter anderem „Best film“ bei den Festivals in Rio de Janeiro, Cancun und Kapstadt. Er lief unter anderem beim „Festival de Cannes“ und auf der Berlinale und kam in Brasilien, Frankreich und in den USA ins Kino.

Koguts Werke verbinden das Dokumentarische mit dem Fiktionalen, das Experimentelle mit dem Essayistischen, das Persönliche mit dem Kollektiven. Ihre Filme sind gleichzeitig lyrisch und ironisch, leicht und spielerisch, aber auch unmittelbar und ernsthaft. Sie wirken aufklärerisch ohne didaktisch vorzugehen.

 

MEHR

Für die Vorbereitungsphase zu „Mutum“ zog Sandra Kogut in den Sertão, die karge Savannenlandschaft im Landesinneren Brasiliens. Monatelang lebte sie dort mit den Einheimischen. Die Erfahrung des gemeinsamen Lebens auf der Farm flossen in das Drehbuch ein. Es basiert auf der Novelle „Campo Geral“ (“Hinterland“) von João Guimarães Rosa, einem der bedeutendsten brasilianischen Schriftsteller des 20.Jahrhunderts.

Guimarães Rosa, selber in Minas Gerais geboren, schrieb viel über das brasilianische Hinterland, den „Sertão“ und wird aufgrund seiner sprachlichen und syntaktischen Besonderheiten häufig mit James Joyce verglichen.

Die junge Regisseurin Sandra Kogut hatte verständlicherweise einen gewissen Respekt, als sie sich für die Verfilmung von Guimãraes Rosas Novelle entschied.

Da dieser Roman in ihrer Kindheit tiefe Eindrücke hinterlassen hatte, beschloss sie vorerst, das Buch nicht nochmals zu lesen, sondern konzentrierte sich auf die einprägsamsten Szenen ihrer Erinnerung. Aus der Zusammenstellung dieser subjektiven Bilder ihrer Kindheitserinnerung entstand die Geschichte, die aus der Perspektive des jungen Thiago erzählt wird, nochmals neu.

Auch die Schauspieler bekamen niemals ein Drehbuch in die Hand. Die Szenen wurden ihnen erzählt und danach improvisiert, wodurch die Darstellung besonders einprägsam und intensiv werden konnte. Hinzu kommt, dass Kogut Laiendarsteller mit professionellen Schauspielern mischt. Damit die Diskrepanz zwischen den beiden nicht merkbar würde und weil sie sich eine möglichst authentische Darstellung der Sertão-Bewohner wünschte, ließ sie ihre Darstellertruppe 3 Wochen lang an dem Original-Drehplatz, einer Farm im Sertão, in ihren Rollen leben und heimisch werden.

Die Schlüsselfigur des Filmes ist dabei der Junge Thiago (sein Name wurde nicht geändert), der selbst im Sertão aufwuchs. Auf der Suche nach dem Hauptdarsteller sah Kogut in seinem Blick genau das verkörpert, was sie suchte: der verträumte und verwunderte Blick eines Jungen, der zu harter Arbeit verdammt ist und sich dennoch eine andere Welt vorstellen kann.

Thiago war die zentrale Figur, durch die der Film überhaupt erst entstehen konnte und der Sandra Kogut zu zahlreichen Preisen und Auszeichnungen auf über 25 Filmfestivals verhalf.

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5 x Favela,
Agora Por Nós Mesmos

Brasilien 2010 | 96 min.

Ein Episodenfilm von Manaíra Carneio, Wagner Novais, Rodrigo Felha, Cacau Amaral, Luciano Vidigal, Cadu Barcellos und Luciana Bezerra

Fonte de Renda – Einkommensquelle

Regie: Manaíra Carneio und Wagner Novais
Idee: Vilson Almeida de Oliveira
Drehbuch: Oficina Cidadela/Cinemaneiro (Linha Amarela)
Darsteller: Silvio, Guindane, Gregorio Duvivier, Hugo Carvana, Dandara Guerra

Ein junger Mann aus armen Verhältnissen realisiert seinen Traum, Jura zu studieren. Aber die hohen Ausgaben für Bücher und Transportkosten bringen ihn in Bedrängnis. Soll er den Bitten seiner Kommilitonen nachgeben und Drogen verkaufen und so sein Studium finanzieren?

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Arroz com Feijão – Reis mit Bohnen

Regie: Rodrigo Felha und Cacau Amaral
Idee: Josè Antonio da Silva
Drehbuch: Oficina CUFA (Cidade de Deus)
Darsteller: Juan Paiva, Pablo Vinicius, Flavio Bauraqui, Ruy Guerra

Eines Tages hört der zwölfjährige Wesley wie sein Vater sich über sein tägliches Lunchpaket, aus Reis und Bohnen bestehend, beschwert. Als Geburtstagsgeschenk für seinen Vater macht er sich also auf die Suche nach einem Huhn, was sich als gar nicht so einfach entpuppt.


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Concerto para Violino – Violinkonzert

Regie: Luciano Vidigal
Idee: Rodrigo Cardozo da Silva
Drehbuch: Oficina AfroReggae (Parada de Lucas)
Darsteller: Thiago Martins, Cintia Rosa, Samuel de Assis, Feijão (Washington Rimas)

Als sie noch Kinder waren, haben Márcia, Jota und Ademir sich ewige Freundschaft geschworen. aber ihre Wege trennen sich. Als Erwachsene träumt Márcia von einer Karriere als Violinistin, und während Jota Drogendealer wird, tritt Aldemir der Polizei bei. Als die beiden sich nach Jahren in einer Drogenrazzia gegenüberstehen, wird Márcias Traum einer Musikerkarriere jäh beendet.

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Deixa Voar – Lass ihn fliegen

Regie: Cadu Barcellos
Idee: Cadu Barcellos
Drehbuch: Oficina Observatório de Favelas (Complexo da Maré)
Darsteller: Vitor Carvalho, Joyce Lohanne, Luis Fernando, Luciano Vidigal, Marcelo Mello

Beim Drachensteigen lässt Flávio den Drachen eines Freundes in eine verfeindete Favela fallen. Von seinem Freund gedrängt, muss er sich auf verbotenem Boden bemühen, den Drachen wiederzufinden.

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Acende a Luz – Mach das Licht an

Regie: Luciana Bezerra
Idee: Luciana Bezerra
Drehbuch: Oficina Nós do Morro (Vidigal)
Elenco: Márcio Vito, João Carlos Artigos, Dila Guerra, Roberta Rodrigues

Heiligabend. Seit 3 Tagen gibt es in der Favela keinen Strom. Die Techniker, die von der Elektrizitätsfirma geschickt wurden, können das Problem nicht lösen. Die Bewohner beschließen also einen der Techniker dort festzuhalten, bis die Stromkreisläufe wieder im Gang sind.

Das Projekt

5 x Favela, Agora Por Nós Mesmos ist der erste brasilianische Spielfilm, der komplett von jungen Favela-Bewohnern konzipiert, geschrieben und realisiert wurde. In einer 3jährigen Vorproduktionsphase wurden Workshops veranstaltet und das technische Know-how vermittelt, damit über 80 junge Film-Talente aus den Favelas Rios, ihre eigenen Kino-Geschichten realisieren können. Daraus entstanden 5 Kurzfilme, die unterschiedliche Facetten über das Leben in der Favela zeigen. Da ihnen professionelle Produktionsbedingungen ermöglicht wurden, konnte 5x Favela ein repräsentativer Beitrag für die vielfältige Entwicklung des zeitgenössischen brasilianischen Kinos werden, der z.B. als Sondervorführung auf dem Festival in Cannes lief.

Die Regisseure

Manaíra Carneiro (Fonte de Renda)

wurde 1987 in Rio de Janeiro geboren. Sie wohnt in Higienòpolis, im Westen Rios und ist die Jüngste Regisseurin von 5x favela. Im Alter von 16 Jahren begann sie als Praktikantin bei der NGO Cidadela/Cinemaneiro, die kostenlose Filmkurse anbietet. Momentan studiert sie Kultur- und Medienwissenschaften an der UFF (Universidade Federal Fluminense) und Drehbuchschreiben in Rio de Janeiro. Sie arbeitet im Centro Técnico Audiovisual do MinC

Wagner Novais (Fonte de Renda)

wurde 1983 in Cidade de Deus, im Westen Rios geboren. 2005 begann er seine Arbeit als Produzent in dem Projekt „Cinema para Todos“ (Kino für alle). Er schrieb, führte Regie und machte den Schnitt für verschiedene Kurzfilme. 2009 gewann er einen Preis vom Kulturministerim für seinen Kurzfilm „Tempo de Criança“ (Zeit der Kinder). Zur Zeit studiert er Film in der Universidade Estácio de Sá und Regie in der Escola de Cinema Darcy Ribeiro.

Cacau Amaral (Arroz com Feijão)

wurde 1972 in Rio de Janeiro geboren. Er wohnt in Caxias, in der Baixada Fluminense, und ist der älteste Regisseur des Projekts. Er gewann bereits zahlreiche Preise für seine Kurzfilme. Zur Zeit arbeitet er an zwei Dokumentarfilmprojekten zur afrobrasilianischen Kultur. Er ist auch Leiter des Fernsehprogramms Espelho im Canal Brasil, das vom Schauspieler Lázaro Ramos präsentiert wird.

Rodrigo Felha (Arroz com Feijao)

wurde 1979 in Rio de Janeiro geboren. Er wohnt in der Favela Cidade de Deus. In der escola Cinema Darcy Ribeiro studierte er Filmregie. Seine Karriere begann als Praktikant bei TV Globo, im Anschluss arbeitete er 7 Jahre lang als Koordinator der audiovisuellen Abteilung der NGO Central Única das Favelas (CUFA) in der Cidade de Deus. Während dieser Zeit arbeitete er an verschiedenen Fernseh- und Dokumentarfilmen mit, z.B. als Kameramann des preisgekrönten Falcão – Menino do Tráfico, in der Regie von MV Bill.

Luciano Vidigal (Concerto para violino)

1978 in Rio de Janeiro geboren, lebt er momentan in der Favela Vidigal, im Süden Rios. Er ist Schauspieler und Theaterlehrer in der NGO „Nós do Morro“. Luciano hat bei verschiedenen Kurzfilmen und Theaterstücken Regie geführt. Sein Kurzfilm Neguinho e Kika erhielt Preise bei Festivals in São Paolo, Londrina, Rio de Janeiro und Marseille (Frankreich). Er wirkte bei der Besetzung von Fernando Meireles Film Cidade de Deus mit und arbeitete als Schauspieler in 13 Spielfilmen mit. Zu nennen wären da: Orfeu von Carlos Diegues, O Primeiro Dia von Walter Salles und Proibido proibir von Jorge Durán.

Cadu Barcelos (Deixa voar)

wurde 1986 in Rio de Janeiro geboren und lebt in dem Complexo da Maré im Norden der Stadt. Seit er 17 ist bietet er Internet- und Schnittkurse in verschiedenen NGOs an. Er drehte den Kurzfilm Feira da Teixeira und Crônicas das Cidades für den Canal Futura und leitete das Projekt Jpeg der NGO Promundo, in dem sich junge Leute für Themen der Gesundheit und Geschlechtergleichheit einsetzen.

Luciana Bezerra (Acende a Luz)

wurde 1974 in Rio de Janeiro geboren und wohnt in der Favela Vidigal. 1992 trat sie der Theatergruppe „Nós do Morro“ bei, wo sie als Schauspielerin, Kostümbildnerin, Regisseurin und Autorin mitwirkte. Sie sammelte Erfahrungen als Regie- und Produktionsassistentin, in der Recherche und Drehbuchentwicklung und wirkte bei den Besetzungsarbeiten und Schauspielworkshops von Cidade de Deus mit. Von Riofilme wurde sie für das Drehbuch des Kurzfilm „Mina de fé“ prämiert. Der Film lief auf verschiedenen Festivals und gewann auf dem 37. Festival de Brasília den Preis für den besten Kurzfilm.

Zur Zeit ist sie Leiterin der Filmabteilung der NGO „Nós do Morro“.

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